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“...Die müden, geschlagenen Krieger kehrten heim, und obwohl der Jubel des Volkes sie umbrandete, waren sie leer und ausgelaugt, und manch einer von ihnen erwachte des Nachts aus grausigen Träumen...“
Aus dem Buch der Erinnerung

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Oradin

“Die Preardin sind das Sprachrohr des Erbauers. Sie sind die Auserwählten, welche die hohe Botschaft unseres Herren in die Welt tragen. Sie bewirken all die Wunder, um zu verhindern, das jemand unzeitig stirbt. Sie lindern, heilen, schenken Leben und versuchen, all das wuchernde Böse von unserem Volke fernzuhalten.

Bei all ihre Macht und Hingabe sind die Preardin doch keine Kämpfer, es sind Gelehrte und Forscher, Richter und Sprecher. Es ist Ihnen verboten, das Waffenhandwerk zu erlernen, denn ihre Aufgabe ist nicht der Kampf. Darum brauchen die Preardin uns, die Oradin.

Wir sind der Arm des Erbauers.

Wir sind der Schild unseres Glaubens.

Wir sind der Körper, der den Schlag gegen unsere Kirche auffängt.

Wir sind die Vollstrecker unseres Herrn.

Unsere Aufgabe ist es, die Preardin, unseren Glauben, den vom Erbauer berührten Fürsten und unser Volk vor allem Übel zu beschützen. Diesen heiligen Auftrag erfüllen wir bis zu unserem letzten Atemzug, im Wissen, das der Erbauer uns mit offenen Armen empfängt, sollten wir fallen. Selbst der Fürst der Wälder, der Unfassbare, kann uns unsere Seele nicht nehmen.”
Auszug aus der Antrittsformel des Prearad

PreardinDie Oradin sind die heiligen Kämpfer und Beschützer des Erbauers. Sie beschützen die Gläubigen bis zu ihrem letzten Atemzug und dienen nur dem Erbauer.
Ursprünglich sind sie Preardin, denen der Erbauer persönlich (die zweite einzige verbriefte Erscheinung des Erbauers) erlaubt hat Waffen zu tragen und den Glauben zu verteidigen. Da sie die blutige weltliche Arbeit verrichten sollen, müssen Oradin ihr Gesicht verhüllen.

Oradin tragen ein weißes Gewand mit einem Kragen, der ihrem Rang entsprechend gefärbt ist, und die Ordensstola. Dazu kommt eine weiße Maske mit dem Zeichen der zwei Sensen, angefangen bei den Augenschlitzen. Zu Tagzeiten dürfen Oradin diese Maske eigentlich nicht absetzen und somit auch nicht essen. Wenn die Nacht hereinbricht, können sie die Maske absetzen und natürlich auch etwas essen; auch wenn sie in Gebäuden sind oder in rein weltlichen Dingen agieren, dürfen sie die Maske ablegen.

Die Ordenskrieger sind die Truppen der Oradin.

Die Akoluthen
“Die Verbindung zwischen einem Oradin und seinem Akoluthen ist mehr als die eines Kind zu seinen Eltern, mehr als die der Eltern zu ihrem Kind. Die Eltern können ohne ihr Kind überleben, aber das Kind niemals ohne seine Eltern. So schwer diese Entscheidung auch ist, der Oradin wartet beim Erbauer auf seinen Akoluthen”
Auszug aus einer Gebetsformel während der rituellen Hinrichtung eines Nerphten, also eines Akoluthen ohne Oradin

Akoluthen, die Oradin-Novizen, sind die ständigen Begleiter der Oradin, man kann sie wohl am ehesten mit einem Knappen vergleichen, auch wenn sie viel mehr als das sind. Akoluthen dienen in erster Linie dem Erbauer und ihrem Oradin, allen anderen sind sie keine Rechenschaft schuldig. Akoluthen haben aber auch nichts zu sagen, sie dürfen sich ausschließlich an ihren Oradin wenden. Akoluthen sind auch die ersten im Orden der Oradin, die Sprüche erlernen können. Sie müssen aber nicht zwangsweise Oradin werden, sie können später auch zu den Preardin wechseln.

Um Oradin zu werden, muss ein Akoluth von seinem Oradin beim Orad vorgeschlagen und von diesem als Oradin akzeptiert und im „Gespräch des Seins“, das mit einigen Oradin und/oder Preardin durchgeführt wird, für würdig befunden werden.

Ein Oradin, der einen Novizen akzeptiert, hat für diesen zu sorgen und ihn auszubilden, als wäre er sein eigenes Kind. Ein Novize, der einen Oradin akzeptiert, hat gehorsam und lernbegierig zu sein. Beide geben aufeinander acht und stehen alles gemeinsam durch. Unter ihnen gibt es keine Geheimnisse, sondern nur Vertrauen.

Wenn ein Oradin einen Novizen verliert und seine Seele diesen Schmerz verkraftet (nicht selten sind Oradin deswegen voller Gram und Trauer aus dem Orden ausgeschieden), kann er einen neuen annehmen, es sei denn, der Orad stimmt dagegen. Das Schlimmste, was einem Oradin also passieren kann, ist, den eigenen Akoluthen zu überleben. Ein Oradin würde auch lieber sterben, als seinen Novizen in Stich zu lassen. Umgekehrt ist dieses genauso, nur mit dem Unterschied, das, wenn ein Novize seinen Oradin verliert, er entweder selbst zum Oradin ernannt wird und die Arbeit seines Oradin weiterführen darf (dies ist eher selten der Fall) oder er seinem Oradin folgen muss, was bedeutet, dass er rituell geopfert wird.
Die Entscheidung, ob ein Novize seinem Oradin folgen muss oder nicht, trifft der Orad mit dem Praerad und einem hochrangigen Abgesandten der Preardin, da dieser im Buch der Zeit nachliest, ob das Ende des Novizen nun zeitig oder unzeitig ist. Oft wird auch ein Test des Seins durchgeführt, der darüber entscheidet.

Ein Novize hat die Entscheidung, egal wie sie ausfällt, mit Freuden aufzunehmen und stolz zu sein. Die Realität sieht, obwohl die Mitglieder dieses Ordens recht fanatisch und sehr diszipliniert sind, manchmal anders aus.
Auch bei den anderen Oradin führt der Verlust eines Oradin oder Novizen zu tiefer Trauer, aber selten zu Wut.

Ränge der Oradin, von oben nach unten:

Der Prearad (innerer Kreis) Der höchste Rang der Oradin
Der Orad (innerer Kreis) Ein “hoher Rat” aus 3 Oradin
Die Oradin 1. Kreis
2. Kreis
3. Kreis
Der Äußere Kreis Die Ordenskrieger sowie offiziell die Akoluthen Orado

Der Prearad
Der Prearad ist der höchste Rang, den ein Oradin innehaben kann. Dieser Posten wird auf Lebenszeit vergeben. Der Prearad ist der Kopf des Ordens; alles, was er anordnet, kann nur vom Orad in Frage gestellt werden, ansonsten ist sein Wort Gesetz. Der Prearad untersteht auch nur noch den höchsten Vertretern der Preardin und muss sich auch nur vor diesen verantworten (außer natürlich vor dem Erbauer).

Der Orad
Der Orad besteht aus drei Oradin, diese stehen dem Prearad mit Rat und Tat beiseite. Sollte der Prearad eine Anordnung treffen, die dem Orad missfällt, so kann er mit seinen drei Stimmen einen Patt herbeiführen. Sollte das passieren, muss ein Kompromiss gefunden werden, oder die Preardin bestimmen. Letzteres passiert aber in der Regel sehr selten.

Ein Mitglied des Orad ist auch der direkte Vertreter des Ordens beim Falgathen und berät diesen mit Rat und Tat. Den Preardin ist dieses Amt verwehrt, da sie sich (eigentlich) nicht um weltliche Dinge kümmern sollen.

Der Prearad und der Orad bilden zusammen den Inneren Kreis des Ordens, das heißt, dass diese Mitglieder den höchsten Rang innerhalb des Ordens innehaben und somit über so ziemlich alles Bescheid wissen. Mitglieder des inneren Kreises haben keine Akoluthen mehr, was aber nicht heißt, dass sie nicht bei deren Ausbildung mithelfen. Auch sind sie die einzigen im Orden, die Ränge verteilen können, bzw. die Akoluthen und Oradin weihen dürfen.

Die Oradin
Dies ist der eigentliche Kern der Oradin, wobei die Kreise auch nur festlegen, welchen Rang ein Oradin innerhalb des Ordens innehat. Mitglieder des 1. Kreises haben den höchsten Rang und befehligen entweder Armeen oder Tempelgarnisonen, Mitglieder des 2. Kreises und des 3. Kreises unterscheiden sich nur während des Kampfes: Die des 2. Kreises führen die Truppen in die Schlacht bzw. geben auch nur die Formationen vor.

Der Äußere Kreis
Der äußere Kreis besteht aus allen Akoluthen Orado und sonstigen Mitgliedern der Oradin z.B. der Ordenskrieger.

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