Lieber geneigter Leser,
hiermit darf ich offiziell das anstehende Ende der LoP-Orga verkünden. “Ah, mal wieder…” werden einige in sich hineinmurmeln, in diesem speziellen Fall allerdings liegen die Aktien etwas anders als bei den bisherigen Rückzugsplänen.
Die ursprüngliche LoP-Kerngruppe aus uns vieren (Dominik, Frank, Heinz und Kai) besteht jetzt seit nicht ganz zehn Jahren. In den letzten Jahren sind wir alle beruflich, privat oder anderweitig (gibt es mehr als beruflich und privat?) immer stärker eingespannt gewesen. Lebensmittelpunkte verlagerten sich, neue Interessen tauchten auf, Wohnorte wurden gewechselt, und obwohl uns Danglar immer am Herzen lag und noch liegt, ist die Motivation, selber Veranstaltungen zu organisieren, in unterschiedlichem Maße geschwunden.
Dominik hat nun als erster die endgültige Konsequenz daraus gezogen und beendet seine Mitarbeit in der LoP. Das Organisieren von Cons hat aufgehört, für ihn eine spaßbringende Aktivität zu sein, und ist Arbeit geworden - unbezahlte und undankbare Arbeit, wie sie Organisieren nun mal ist. Ohne die rechte Motivation kann man so etwas nicht lange aufrecht erhalten, und für Dominik ist der Punkt erreicht, an dem er die Sache beendet.
Der LoP 26 ist davon nur insoweit betroffen, als dass wir auf seine Anwesenheit verzichten müssen - ansonsten ist die Veranstaltung gesichert (Organisation in ihrem Lauf hält weder Ochs’ noch Esel auf). Für weitere Cons sieht das anders aus.
Wir haben uns zu Beginn unserer Organisationstätigkeit damals den Grundsatz gesetzt: Alle vier - oder gar nicht. Steigt einer der vier aus, fehlt ein elementarer Grundstein des Teams. Trotz Höhen und Tiefen im Zwischenmenschlichen haben wir immer mit gutem Ergebnis zusammengearbeitet (bis auf den LoP III damals, aber das ist eine andere Geschichte) und sind dadurch in diesem Grundsatz bestätigt worden. Das bedeutet eigentlich, wollen wir diesem Grundsatz treu bleiben, ein sofortiges Ende der Organisationstätigkeit.
In diesem speziellen Fall aber wollen wir das aufweichen. Die aktuelle Kampagne ist kurz vor ihrem Ende, wir wollen die Handlung also zumindest abschließen, in dem von uns gemeinsam (zu viert) geplantem Verlauf. Wir wollen zum einen natürlich die Teilnehmer nicht enttäuschen, die wissen wollen, wohin der Bürgerkrieg führt - was mit dem Kharad los ist, wer die Töchter der Läuterung sind und was wirklich hinter den Mechanisten steckt. Wir wollen aber zum anderen auch natürlich selbst sehen, ob sich die Fäden mehrerer Jahre Storyboard so sauber auflösen lassen, wie uns das beim LoP 19 geglückt ist. Also werden wir gegen unseren Grundsatz verstoßen - einmal.
Die derzeitige Planung sieht vor, einen Konvent am Anfang des Jahres zu veranstalten, wie die letzten Male auch. Die Organisation hier liegt ohnehin in den bewährten Händen von Annkathrin und Frank.
Dann soll es im kommenden Jahr einen Abschlußcon geben - einen Con, alle Fäden aufzusammeln, alle Fragen zu klären, die letzte Seite im Buch der Erinnerung aufzuschlagen. Diesen Con werden wir zu dritt organisieren und hoffen, dass er uns ohne Dominiks wertvollen Beitrag halbwegs gelingt.
Nach Kampagnenende wird Danglar in einem Zustand sein, der, so hoffen wir, allen bespielten Charakteren weiterhin Material zum Spielen gibt, interessierten Spielern weiter offensteht und auf jeden Fall genug “Spielsteine” auf dem Brett aufstellt, dass hoffnungsvolle neue Generationen (die Betreffenden wissen, wer sie gerade auffordernd anstarrt) auf diesem Spielfeld ihre eigenen Abenteuer und epischen Geschichten arrangieren können, so sie wollen. Wir würden uns freuen.
Wir werden uns auf jeden Fall dann feist zurücklehnen, unsere wachsenden Bäuche streicheln (außer Kai, der Hungerhaken) und beständig die vergangenen Zeiten lobend erwähnen, bis eine Legende entstanden ist, die mit der Wirklichkeit nix mehr zu tun hat. Nur eine Shisha kommt uns nicht ins Haus.
Wir drei möchten uns auf jeden Fall hier schon einmal bei Dominik bedanken. Nahezu ein Jahrzehnt lang hat er Danglar mit Leben erfüllt, einem detailreichen, aber kalten Skelett lebendiges Fleisch verliehen und dem einfachen Volk Danglars eine Stimme und ein Gesicht gegeben. Dafür sind wir dankbar, und wir werden uns immer gern daran erinnern.
Good times. Good times.
Die Rest-LoP,
Frank, Heinz und Kai
