Eine kleine Reise durch Danglar
Ein Großteil der Fläche besteht aus Steppe und Wäldern, diese werden vornehmlich dazu benutzt, den landwirtschaftlichen Bedarf zu decken. Neben Korn und Weizen, die selten in ausreichender Menge vorhanden sind, stellt Fleisch den größten Anteil an der Nahrung. Dabei wird aber auch streng darauf geachtet, was gejagt wird und wann (man weiß ja nie, welche Wurzel dieses Tier vorher gegessen hat!), daher ist primär die Viehzucht in geschlossenen Gehegen bevorzugt.
Überall im Lande verstreut findet man des öfteren Garnisonen des Ordens des Erbauers (sogenannte “Krack”), wobei diese nicht immer nur mit Ordensanhängern bestückt sind, sondern oft auch große Kontingente der Rotwehr dort zu finden sind. Überhaupt scheint das Militär und der Orden allgegenwärtig zu sein, zumindest, je tiefer man nach Danglar hinein reist. Bald wird ein Reisender die schwarz-weiße Tracht des Ordens schon von weitem erkennen. Die Ordenskrieger mit ihren Stolen, die Preardin, die Priester des Landes, in ihren Roben. Die maskierten Gesichter der Oradin sowie die rotweiß gekleideten Khardin, die Inquisitoren, wird man seltener zu Gesicht bekommen.
Spätestens an der Grenze wird ein Einreisender erfahren: Magie ist in Danglar grundsätzlich verboten. Erlaubt ist sie nur die danglarischen Wegmagier im Meisterrang (Thaumathane) und Ausländern in den Akademien. Und selbst, wenn man nicht zaubert: Die bloße Kenntnis bestimmter Zaubersprüche ist in Danglar verboten.
Ansonsten ist das Volk von Danglar recht freundlich und aufgeschlossen, auch Fremden gegenüber (zumindest, was Menschen betrifft - zu Elfen wird man zumindest im Westen etwas distanziert sein, Zwerge werden unverhohlen angestarrt werden, kennen viele sie doch nur aus Erzählungen). Meistens ist man hier sehr neugierig und begierig, Geschichten von anderen Ländern zu hören; Wissen wird als eins der höchsten Güter hochgehalten. Ebenso interessiert das Volk alles, was erschaffen und erbaut wurde. Deshalb stehen auch Kunstwerke und Erfindungen hoch im öffentlichen Interesse. Es gibt eigene Festtage, die nur dem Wettbewerb in Kunst, Handwerksdingen und dem Erzählen von Geschichten dienen.
Während der Westen des Landes in vielen Dingen an andere Länder der Mittellande erinnert, wird die Landschaft rauer und wilder, je weiter man nach Osten vordringt. Die Felder werden karger, schließlich erreicht man eine weite Steppe, den Lebensraum der zum Großteil nomadisch lebenden Claner. Je weiter man nach Osten reist, desto präsenter wird eine Bedrohung: Der Waldfürst. Eine Macht, die vor Jahrhunderten vom Wald Besitz ergriffen hat, und der ewiges pervertiertes Leben verheißt - und damit auch der größte Feind des Erbauerglaubens, für den der Tod zum vom Schicksal vorbestimmten Zeitpunkt als eine der heiligsten Lehren gilt.
tagged alltagsleben, land und leute and Leben in Danglar
