Die Laufbahn der meisten Danglarer Magier sieht recht ähnlich aus. Da die Gesellschaft die Begeher der Wege nicht sonderlich gern sieht, ist der Lehrbetrieb der Akademien weitestgehend von der Öffentlichkeit ferngehalten worden. In den Provinzen befinden sich zahlreiche Ableger der großen Akademien zu Harrgon. Die Ausbildung zum Thaumathan (Meister) unterliegt sehr strengen und restriktiven Bestimmungen. Das Wirken von Magie außerhalb der Akademien ist bei Todesstrafe in Danglar untersagt.

Wird bei einem Kind eine Magiebegabung festgestellt, verbleibt es bis zu seinem 6. Lebensjahr in seiner Familie. Wahlweise kann aber bei Unstimmigkeiten der Eltern mit dem Kind dieses schon früher in die Obhut eines der Wege gegeben werden. Die zweite Möglichkeit wird sehr oft praktiziert, da es als eine Schande gilt, ein Magie begabtes Kind in der Familie zu haben: Innerhalb der Akademien wird dann das Kind in die Verantwortung eines Thaumathans oder Thaumatarquen überstellt. Dieser zieht es dann meist wie sein eigenes in einer Pflegefamilie von bis zu 10 Kindern groß. Die Kinder haben meist eine sehr enge Bindung zu ihren Lehrmeistern.
Lehrling
Ab dem 7. Lebensjahr beginnt der theoretische Unterricht als Lehrling. Gelehrt werden Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Fächer Geschichte, Religion und Gefahren der Magie. Dieser Unterricht ist ein rein theoretischer. Die Ausübung der Praktischen Magie ist dem Lehrling bislang noch nicht gestattet. Erst, wenn sich der Lehrling in den oben genannten Fächern angemessen bewährt hat, wird er von seinem Meistern an die hohe Akademie seines Weges nach Harrgon geschickt. Dies geschieht meist ab dem 12. Lebensjahr.
An der Akademie zu Harrgon wird der Lehrling weiterhin in den Fächern Religion und Gefahren der Magie unterrichtet, des Weiteren kommen Fächer wie Magietheorie, Geometrie, Ritualkunde und Astronomie hinzu.
Nach etwa 3 Jahren unterzieht sich der Lehrling einer Prüfung. Besteht er diese, darf er sich zum ersten Mal in der Praktischen Magie erproben und die Lehrlingsprüche lernen.
Thaumaphyt
Sobald er sich in der Praktischen Ausübung der Magie bewährt hat, darf der angehende Begeher den ersten spezialisierten Spruch seines Weges erlernen. Beherrscht er diesen, wird er vom Thaumatokraten zum Thaumaphyt (Adept) geweiht und zeremoniell des Landes verwiesen.
Es liegen nun die Jahre der Wanderschaft vor ihm. Der Thaumaphyt lernt so lange im Ausland, bis er alle spezialisierten Sprüche (bis 30 Punkte) seines Weges beherrscht.
Erst dann ist es ihm möglich, wieder nach Danglar zurück zu kehren und sich an der Akademie in Harrgon der Prüfung zum Thaumathan zu unterziehen.
Ist es ihm möglich, diese zu bestehen, erhält er seine Weihe zum Thaumathan und hat ab sofort den Rang eines Meisters.
Thaumathan
Als Thaumathan kann er in die Lehre gehen. Ihm ist es möglich, die Verantwortung für Lehrlinge zu übernehmen und sein Wissen an diese weiter zu geben. Oder er bleibt eine Zeit lang freier Thaumathan, um weiterhin im Ausland oder an der eigenen Akademie sein Wissen zu vermehren.
Thaumatarque
Nur die ältesten und weisesten Thaumathane werden einmal Thaumatharque (Großmeister). Sie bilden einen Rat, der dem Thaumatokraten beratend zur Seite steht, und kümmern sich um die Führung ihres Weges. Aus ihren Reihen wird der Thaumatokrat gewählt, das Oberhaupt des Weges.
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